Frage 1: Identifizieren Sie in welchen Bereichen Blogs, Wikis und Social Networking zum Wissensmanagement eingesetzt werden können?

Blogs, Wikis und Social Networking

  • Produktionsabläufe und -prozesse (z.B.: Vorwissen zu Handbücher, RFID Tags vor Ort)
  • Marketing (z.B.: Unterstützung von Kommunikationsabläufen, “Prosumer”, Mitarbeit an der Produktentwicklung durch Kunden, Trendscouting, Transparenz der Unternehmensrichtlinien nach innen und außen, Tracking)
  • Management (z.B.: CEO-Blog, Vernetzung untereinander weltweit, strategisches Frühwarnsystem zum Entdecken von unternehmerischen Risiken, Innovationsinstrument durch die Entdeckung strategischer Risiken und Chancen)
  • Personal Management (z.B.: Yellow Pages, Potentialanalyse, Aufdecken von Wissenslücken, persönliche Reflektion durch Verdichtung und Kommentierung)

Frage 2: Identifizieren Sie die Unterschiede zwischen Knowledge Management Plattformen (z.B. Lotus Notes) und Web 2.0 Tools zum Knowledge Management? Gibt es Berührungspunkte und Schnittstellen?

Unterschiede

  • Web 2.0 ist dezentral vs. KM ist vorwiegend zentral gesteuert
  • Web 2.0 ist individuell vs. KM ist stark vorstrukturiert (z.B.: Templates
  • Web 2.0 ist Qualitätsmanagement durch die Nutzer vs. KM ist wichtiger Bestandteil vom zentralen Qualitätsmanagement
  • Web 2.0 ist mehr Pull vs. KM ist stark Push (Wissenslogistik)
  • Web 2.0 basiert auf der Open Source Idee vs. KM ist Betriebssoftware
  • Web 2.0 ist in der Anschaffung kostenlos vs. KM versucht hohe Anschaffungskosten

Schnittstellen

  • Im Rahmen eines modernen Wissensmanagement in Unternehmen gehören sowohl die Transaktionsdaten, das Wissensmanagement sowie Web 2.0 Dienste dazu
  • Hierfür müssen Schnittstellen geschaffen werden (Middleware)
  • Web 2.0 Dienste können eine Basis bzw. Vorstufe für KM sein
  • Beide Systeme dienen der Wissenslogistik
  • Beide Systeme transferieren Daten zu Informationen (ab dann erfolgt eine Trennung)

Frage 3: Kommentieren Sie bitte die Siemens Anwendungen.

Vorteile

  • Dezentrales Wissensmanagement fördert die Kreativität sowie das Engagement der Mitarbeiter
  • Informelle Strukturen werden gefördert, aber trotzdem „kontrolliert“ (eine interne Plattform vs. wildes Blogging im Internet)
  • Einfacher Zugang über die Nutzung vorhandener Zugriffstrukturen (Single Sign on)
  • Funfaktor wird durch Icons gefördert
  • Unternehmensübergreifende Suchfunktionen ermöglichen die Darstellung einer unternehmensweiten Wissenslandkarte
  • Vernetzung der Mitarbeiter untereinander durch Gruppen-Blogs (Soziale Netzwerk im Unternehmen)
  • Einfache Schaffung von BA
  • Gute Guidelines für die Mirarbeiter

Nachteile

  • Kein direktes Belohnungssystem
  • Geringe Personalisierungsmöglichkeiten
  • Fehlende Kommunikation über den Sinn, Zweck und Ziel des Blogging Space